Travel: Unsere Guatemala Reise Teil 1

Da ist er also, der Post auf den so viele gewartet haben. Ich hab gar nicht damit gerechnet, dass sich so viele für unsere Reise interessieren und war total überrascht, wie viele Nachrichten mich auf Instagram erreicht haben. Aber ich freue mich natürlich euch davon zu erzählen und euch ein bisschen in dieses schöne Land zu entführen.

Wir haben schon länger überlegt mal nach Guatemala zu fliegen und eigentlich gibt es dafür einen relativ einfachen Grund: Meine Schwester ist vor ein paar Jahren dorthin gezogen und auch wenn sie zwischendurch immer mal wieder in D zu Besuch war, wollten wir uns die Chance nicht nehmen lassen ein neues Land zu erkunden und jemanden vor Ort zu haben der sich auskennt. Ausserdem ist Guatemala sehr günstig und hat landschaftlich viel zu bieten.

Guatemala liegt in Mittelamerika und wird bei Touristen immer beliebter. Die Regenzeit ist von Mai-Oktober. Wir wollten nicht bis Oktober warten um diese Reise zu machen und waren deswegen im Februar dort. Guatemala ist sehr vielfältig. Über eindrucksvolle Seen, aktiven Vulkane bis hin zum Dschungel und Karibikstrände kann man in Guatemala eine Menge erleben. Wir sind von Frankfurt nach Houston geflogen und von dort weiter nach Guatemala City, mit 1 1/2 Stunden Umstiegszeit waren wir 15 Stunden unterwegs.

Antigua

Da wir ein bisschen durch’s Land gereist sind haben wir natürlich nicht die ganze Zeit bei meiner Schwester übernachtet. Die ersten beiden Nächte (wir sind Samstagabend angekommen) sind wir zum Ankommen allerdings bei ihr geblieben. Da sie nicht weit weg von Antigua wohnt, haben wir direkt Sonntag einen Ausflug dorthin gemacht.
Antigua liegt nur 45 Autominuten von Guatemala City entfernt und ist eine kleine (35.000 Einwohner) Stadt mit Charm, vielen Restaurants, Museen und Kirchen.

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Sie war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Antigua lädt zum verweilen und entspannen ein und war für uns der perfekte Auftakt einer wundervollen Reise. Wir sind zu einem späteren Zeitpunkt noch mal zurück nach Antigua gekommen und haben das ein oder andere Souvenir auf einem Markt gekauft.

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In Antigua haben wir auch die ersten Chickenbusse gesehen. Groß, bunt und laut. Man nennt sie Chicken Bus, weil manchmal tatsächlich Hühner damit transportiert werden und die Fahrgäste dort oft wie in einem Hühnerkäfig sitzen. Die Fahrt ist ein Muss wenn man schon mal da ist.

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Lago Atitlán

Da wir Montag eine Mitfahrgelegenheit hatten sind wir an den Lago Atitán gefahren. Ein wunderschöner Bergsee der von drei Vulkanen umgeben ist und eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Hier verbrachten wir 4 Nächte und unternahmen so einiges. Angekommen in Panajachel machten wir uns mit dem Wassertaxi auf den Weg nach San Marcos. Dieses Dörfchen steht für Yoga, Meditation und wirkt auf dem ersten Blick ein bisschen Hippie. Die erste Nacht verbrachten wir im Hostel Del Lago, am Steg hat man einen tollen Blick auf den See und hier hat es sich direkt auch nach Urlaub angefühlt, das Frühstück war inklusive und war es defintiv wert es hier zu erwähnen. Die Zimmer waren okay, man darf nur nicht zu viel erwarten.

Tipp: Läuft man entlang des Ufers kommt man irgendwann an einen Steg von dem aus man ins Wasser springen kann. Gut 10m hoch ist dieser Steg und der Fall fühlt sich wie eine Ewigkeit an. Ist aber absolut empfehlenswert, ich hab mich erst nicht getraut und war zum Schluss ziemlich froh das ich gesprungen bin.

In San Marcos gibt es einige Restaurants und Bars und wir haben dann bei leckerem Essen noch den Abend ausklingen lassen.
Die zweite Nacht verbrachten wir im Hostel San Marcos und machten uns auf dem Weg die kleinen Dörfer rund um den See zu erkunden. Das Hostel ist sehr viel einfacher und schlichter gehalten, dafür sehr günstig (12€ p.P), das Frühstück und WLAN war inkl. und uns hat es ausgereicht.

Wir haben uns dann am nächsten Tag auf den Weg gemacht die umliegenden Dörfer zu erkundschaften. Man bewegt sich überall mit dem Wassertaxi hin und die Fahrten dauern nie sehr lange. Unser erstes Ziel war Panajchel, auch Pana genannt, das Dörfchen ist touristisch um einiges aufgeschlossener als alle anderen Dörfer, der größte Ort am See und man kann hier auch das ein oder andere Souvenir kaufen und in Supermärkten stöbern. Ausserdem haben wir das Café Deli Jasmin entdeckt und sind hier die nächsten Tage ein paar mal eingekehrt. Das Essen ist super lecker, wir haben meistens die Sandwiches gegessen und einen leckeren, frischen Smoothie (wie lecker ist bitte ein Pitaya Smoothie)  getrunken. Die Preise sind fair und das Café hat einfach Charm.

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Als nächstes haben wir uns auf dem Weg nach San Pedro gemacht. Mir war San Pedro zu voll und zu überlaufen, irgendwie hat es mich persönlich so gar nicht in seinen Bann gezogen. Deswegen haben wir dort auch nur was gegessen und uns dann weiter ins nächste Dörfchen gemacht. Für Backpacker soll es allerdings ein guter Ausgangsort sein und hier gibt es z.B. auch Geldautomaten.

Von San Pedro gelangt man am einfachsten nach San Juan und das kleine Dörfchen hat es wirklich in mein Herz geschafft. In San Juan findet man super wenig Tourismus und der Ort ist noch sehr traditionell. Hier kann man den Frauen aus verschiedenen Werkstätten beim weben zuschauen und sich erklären lassen wie es funktioniert. Der Ort ist ruhig, aber genau das was man manchmal in all dem Trubel braucht. Wir haben hier selbstgemachte Schokolade gekauft, laut meinem Freund den besten Kaffee getrunken (für mich gab es lieber eine Trinkschokolade) und den absolut besten Bananenkuchen gegessen. Viel kann man in dem Örtchen nicht machen, aber es ist einen Besuch auf jeden Fall wert.

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Die letzten beiden Nächte wollten wir gerne was besonderes buchen und haben etwas mehr Geld in die Hand genommen und im super schönen Isla Verde geschlafen.  Teuer ist in Guatemala definitiv relativ, aber mit 50€ pro Zimmer war es doch etwas exklusiver, für uns hat es sicher aber gelohnt und wir konnten uns so richtig erholen. Alle Zimmer verfügen über einen Blick auf den See und sind relativ weit oben am Berg gelegen. Der „Aufstieg“ ist zwar etwas mühselig, lohnt sich aber in jedem Fall. Hier kann man Abends auf der Hotel-Terasse mit Blick auf den See und auf die Vulkane auch sehr lecker essen und die Seele baumeln lassen. Wer Yoga mag – das Hotel hat eine super schöne Yoga Anlage.

Hier hatten wir allerdings auch die erste Berührung mit einer Spinne und rückblickend muss ich sagen, dass ich mir wirklich viel zu viele Gedanken über Spinnen gemacht habe. Wir haben in 3 Wochen insgesamt zwei Spinnen gesehen und die waren auch nicht größer als die Spinnen hier in Deutschland. Lediglich der Skorpion, den wir im Zimmer hatten, hat uns etwas Angst eingejagt, aber wir wissen jetzt das diese in Guatemala nicht giftig sind und ein Stich einem Wespenstich ähnelt.

Immer Donnerstags und Sonntags findet in Chichicastenango ein großer Markt statt, man nennt das Dorf auch liebevoll Chichi – ist wohl auch einfacher zu merken. Da das vom See nicht weit entfernt ist, haben wir beschlossen bis Freitagfrüh zu bleiben um den Markt noch besuchen zu können. Von Panajchel kommt man an den Markttagen ganz einfach mit dem Bus nach Chichi. Hier gibt es wirklich alles. Von handbestickten Decken und Tischläufern über Obst und Gemüse bis hin zu gefälschten DVD’s und Haushaltswaren. Wir haben einige Souvenirs für die Daheimgebliebenen gekauft und uns auch selbst das ein oder andere Teil mitgenommen 🙂

Freitags war dann unsere Zeit am See schon vorbei und wir sind mit dem Bus nach Antigua gefahren um bis Sonntag noch bei meiner Schwester zu bleiben und die Zeit mit ihr zu genießen bevor es in den Urwald geht. Ich glaube ich beende hier Teil 1 meiner Urlaubsgeschichte und kann euch sagen das Teil 2 wesentlich naturnaher, vielfältiger und aufregender wird. Ich würde die Reihenfolge unserer Reisen in Guatemala immer wieder so wählen, lediglich die Zeit am See würde ich kürzer halten um noch mehr Zeit für andere schöne Fleckchen in Guatemala zu haben. Um anzukommen, sich mit dem Land vertraut zu machen und die nächsten Schritt zu planen war die Zeit am See genau richtig. Ausserdem ist es ein unglaublich schönes Plätzchen Erde hier.


Noch kurz ein paar Allgemeine Infos:

Fortbewegung:
Wie gesagt, wir hatten das Glück das meine Schwester vor Ort wohnt und wir so die ein oder andere Mitfahrgelegenheit hatten. Wir sind aber auch öfter mal mit öffentlichen Bussen gefahren und das hat nie ein Problem dargestellt. Die Busfahrten sind generell im Vergleich zu Deutschland sehr günstig und von Antigua kommt man immer überall hin. Es gibt auch ziemlich viele Reiseagenturen in denen man seinen Route planen und buchen kann.

Sicherheit:
Man hört so einiges über Südamerika und speziell über Guatemala City. Wir haben allerdings keine schlechten Erfahrungen gemacht und ich würde sagen das man sich einfach mit gesundem Menschenverstand fortbewegen kann. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt viel Geld einstecken, haben die Kreditkarten fast immer im Zimmer (oder bei meiner Schwester) gelassen und ich hab mich für Fotos letztendlich doch auf mein iPhone beschränkt und meine Canon auch im Zimmer gelassen. In der Stadt selbst sieht es mich Sicherheit ein bisschen anders aus. Da gibt es verschiedene Zonen, die man als  Tourist lieber nicht betreten sollte, aber bis auf die letzte Nacht (und auch nur wegen unserem frühen Flug nach Kuba) haben wir Guatemala City auch bewusst gemieden. Die Stadt ist laut, voll und für uns war sie sehr unübersichtlich. Uns hat da defintiv nichts hingezogen.

Geld:
Die Währung in Guatemala nennt sich Quetzal. Als wir dort waren entsprachen 8 Quetzal ca. 1 Euro. Wir hatten zwar Bargeld mitgenommen, haben aber doch immer mit der Kreditkarte Geld abgehoben, einfach weil der Wechselkurs so besser stand. Ich hab im vorhinein schon gelesen, dass es in Südamerika mehr Automaten gibt die Visa Karten annehmen, als Master. Ich hab mir daher kurz vor der Reise noch eine Visa Karte ausstellen lassen und hatte sowohl Visa als auch Master mit – für Notfälle. Wir haben überall mit der Visa Karte Geld holen können und hatten da nie Probleme. Wir sind allerdings zwischendurch auch Backpackern begegnet, die mit ihrer Masterkarte wirklich Probleme hatten.

Würde ich nach Guatemala fliegen, wenn meine Schwester nicht da wohnen würde? 
Jetzt kann ich die Frage defintiv mit JA beantworten, hätte ich vorher aber wohl nicht. Mir war nicht bewusst wie schön Guatemala ist und wie landschaftlich verschieden das komplette Land ist. Was wir allerdings im Nachhinein betrachtet sagen können: Es ist so viel einfacher, wenn man etwas Spanisch sprechen kann. Wir sprechen beide kein Spanisch und kann man sich eigentlich nicht vorstellen, dass man mit Englisch nicht weit kommt. Ist aber so. Wir waren in der ein oder anderen Situation schon froh meine Schwester anrufen zu können, damit sie z.B. die Hostelreservierungen vornehmen kann.
Spanisch ist kein Muss, macht es aber wirklich einfacher.

Internet:
Im Gegensatz zu Kuba bekommt man in Guatemala ziemlich einfach und günstig Internet. Die meisten Cafés, Restaurants und Hostel hatten WLAN. Wir haben uns zusätzlich noch eine neue SIM Karte gekauft, die man jederzeit mit Internet aufladen konnte. So konnten wir nach Hostels gucken, mit meiner Schwester im Kontakt bleiben und euch schon das ein oder andere Bild zeigen 🙂

Ich hoffe der erste Einblick hat euch gefallen und falls sich tatsächlich jemand von euch dazu entscheidet dort mal hinzufliegen sagt mir auf jeden Fall mal bescheid. Das würde mich rießig freuen 🙂

Alles Liebe,
Kim

4 Kommentare zu „Travel: Unsere Guatemala Reise Teil 1

    1. Hallo Dorie,

      Guatemala ist wirklich eine Reise wert. Schön, dass ich noch anderen Lust auf dieses Land machen konnte 🙂

      Hab ein schönes Wochenende.
      Kim

      Gefällt mir

  1. Liebe Kim,
    was für ein toller Einblick in eure Reise. 🙂 Ich hatte Guatemala bisher auch nicht auf dem Zettel, aber es klingt wahnsinnig toll.
    Liebe Grüße
    Claudia

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Claudia,
      ich freu mich über deinen Kommentar. Lieben Dank 😘
      Das stimmt, manchmal muss man sich auch mal die Länder angucken die grade nicht in aller munde sind. Aber ohne meine Schwester wären wir wohl auch nicht auf die Idee gekommen.

      Hab ein fabelhaftes Wochenende 😘

      Gefällt mir

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