Was ich durch Weight Watchers gelernt habe

Lange ist es her, dass ich wirklich über meine Abnahme mit Weight Watchers berichtet habe. Auf Instagram nehme ich euch ja sowieso mit, aber auch da ist es etwas ruhiger geworden. Ich komm grad nicht mehr richtig rein, mir fehlt immer mal wieder die Motivation und ich hab grade das Gefühl, dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem mir mein Wohlbefinden wichtiger geworden ist als die Zahl auf der Waage. Und das ist auch gut so. Ich hab eine Menge gelernt, nicht nur über mein Essverhalten, auch über mich. Und ein paar Dinge wollte ich euch mit auf den Weg geben. Wer meinen Weg mit Weight Watchers noch mal nach lesen möchte, hier könnt ihr es 🙂

Vergleicht euch nicht
Mein wohl wichtigster Punkt, den ich selbst nur all zu gerne vergesse. Vergleicht euch nicht mit anderen Menschen. Nicht mit eurer besten Freundin, eurem Idol, eurer Inspiration auf Instagram oder irgendeinem anderen Menschen. Ihr seid wie ihr seid und das ist auch gut so. Als ich am Anfang meiner Abnahme stand und gar nicht so richtig wusste wo ich überhaupt hin möchte, hab ich mich ständig mit anderen verglichen. Welches Ziel setze ich mir? Was bin ich in der Lage zu schaffen? Immer und immer wieder hab ich mein Ziel an anderen fest gemacht. Das Problem an der Sache ist aber, jeder Körper ist unterschiedlich und auch wenn ihr plötzlich nur noch so viel wiegt wie eure beste Freundin, die in euren Augen die perfekte Figur hat, heißt das noch lange nicht das ihr genau so ausschaut. Auf Instagram seht ihr nur einen Bruchteil dessen, was man euch zeigen möchte. Facetune und Photoshop sieht man immer mehr und viele fallen drauf rein und glauben das kaum eine Frau Cellulite oder Dehnungsstreifen hat. Das ist Blödsinn und entspricht so gar nicht der Realität. Keine Frau ist perfekt oder wir sind es alle.

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Setzt euch realistische Ziele
Wenn ihr grade erst am Anfang eures Abnehmwegs seid, dann setzt euch kleine Ziele. Ihr könnt keine 10 Kilo in 5 Wochen abnehmen, auch wenn euch die Werbung und das Internet genau das vermitteln will. Ihr habt euch die Kilos ja auch nicht in 5 Wochen angefuttert. Wollt ihr wieder in eure Lieblingsjeans passen? Dann nehmt euch das als erstes Ziel vor. Belohnt euch nach den ersten 5kg mit einem kleinen Shoppingtrip oder geht mal wieder lecker essen. Denkt in 5er oder meinetwegen auch 10er Schritten, aber setzt euch nicht das Ziel in kurzer Zeit möglichst viel abzunehmen. Ich hab selbst meine 18 Kilo sehr langsam abgenommen, aber ich halte sie auch bis auf normale Schwankungen stetig.

Die Medien suggerieren uns so oft, wie das weibliche Ideal auszusehen hat. Sind wir mal ehrlich, selbst wenn ich noch 10 Kilo abnehmen würde, wäre ich trotzdem nicht plötzlich größer und könnte Topmodel werden. Ob ich das wollen würde, wäre eine ganze andere Sache, aber es wäre auch nicht möglich. Guckt nach euch!  Und nur nach euch. Mögt ihr Kurven? Dann hungert euch nicht runter. Wollt ihr lieber einen flachen Bauch? Dann nehmt euch das als Ziel. Ihr wollt euch einfach nur wohl fühlen? Dann hört mal ganz tief in euch rein und guckt euch jetzt schon an was ihr an euch mögt. Ich bin mir sicher, ihr werdet auch positives an euch finden.

Macht Vorher-Nachher Bilder
Ja, mir ging es da genau so wie vielen von euch vermutlich: Ich hab es gehasst mich auf Fotos zu sehen und wollte am liebsten gar keine haben. Heute bin ich froh das ich noch ein paar gefunden habe, jetzt sieht man nämlich wirklich wie viel man abgenommen hat. Auch ich hab Tage wo ich denke das sich mein Körper doch eigentlich nicht verändert hat, das ich im Gegensatz zu vielen anderen gar nicht so viel abgenommen habe und dann guck ich mir die Fotos selbst noch mal an und bin immer wieder erstaunt was das für ein großer Unterschied ist. Und das spornt unglaublich an und hilft euch euer Ziel zu erreichen und weiter dran zu bleiben.

IMG_2573Macht euch nicht fertig, wenn ihr mal einen Schritt zurück geht
Ihr habt diese Woche mal Stillstand oder sogar ein + zu verzeichnen? Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, Rückschläge können dazu gehören und sind ganz normal. Nicht jede Woche könnt ihr ein fettes Minus auf der Waage haben, das ist auch okay so. Wichtig ist dran zu bleiben. Guckt euch euer Essverhalten noch mal an. Habt ihr wirklich alles abgewogen oder sind die Portionen vielleicht etwas größer geworden, weil die Küchenwaage nicht mehr so oft verwendet wurde? Habt ihr diese Woche zu viel Süßkram, zu viel Obst oder zu viele Light Produkte zu euch genommen? Auch das kann ein Grund sein, warum es mal nicht nach unten geht. Seid ehrlich zu euch selbst und hinterfragt euch selbst, meistens weiss man die Antwort ja dann schon. Ich bin momentan einfach viel zu viel unterwegs und esse auswärts. Da greif ich auch nicht immer zu Salat, also weiss ich ganz genau woran es bei mir liegt. Ausserdem müsste ich dringend mal wieder auf die ganze Schoki verzichten, fällt mir grade aber alles andere als leicht.

Die Zahl auf der Waage ist nicht alles
Hab ich euch je mein Wunschgewicht verraten? Ich glaube nicht. Ich hab’s euch weiter oben ja schon mal geschrieben, anfangs hab ich mich mit anderen verglichen und wollte gerne so viel wiegen und damit auch so aussehen wie eine Person in meinem Freundeskreis – 63 kg. Als ich dann die 63 kg hatte, hatte ich einen komplett anderen Körperbau als diese Person und da hat es zum ersten mal so richtig Klick gemacht. Ich hatte mein Ziel erreicht, war aber trotzdem nicht glücklich, weil ich mich immer noch verglichen habe (die 63 hatte ich auch genau einen Wiegetag, danach nie wieder. Ich orientiere mich also immer an der 64 wenn ich davon spreche, das ich X Kilo zugenommen habe :D). Ich hab mir also neue Ziele gesetzt. Mich wohl zu fühlen, egal was die Waage anzeigt. Das ist ein super langer und schwieriger Prozess und ich erlebe darin so viele Rückschritte, aber ich werde auch immer besser. Momentan schwankt mein Gewicht zwischen 66-67 Kilo, wobei ich eine Schwankung von +-2 Kilo auch völlig im normalen Rahmen sehe. Ich hab aufgehört mich jeden Tag zu wiegen, das macht einen nur wahnsinnig und sagt gar nichts aus. Grade wir Mädels haben so schnell mit Wassereinlagerungen zu kämpfen, dass tägliches Wiegen gar nicht zielführend ist. Warum auf die Waage stellen, wenn ihr aufwacht und euch wohl fühlt? Nur um das Gefühl dann kaputt zu machen, wenn ihr heute 600 Gramm mehr als gestern habt?

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Planung ist alles
Ich hab’s schon in meinem ersten WW-Post geschrieben. Planung ist das aller Wichtigste. Plant eure Woche vor, plant euren Essensplan und spielt mit eurem Wochenextra. Am Wochenende ist der Geburtstag eurer  besten Freundin? Prima, dann wird’s Zeit für mehr 0 Punkte Gerichte und für mehr „sparen“ in eurem Tageskonto. Ihr müsst und sollt nicht auf alles verzichten, dafür ist das Leben viel zu kurz und die leckeren Sachen viel zu gut. Aber Planung macht das alles viel einfacher und ihr tappt viel weniger in irgendwelche Punktefallen.

Holt euch Motivation
Ihr entscheidet, wie die Motivation für euch aussehen mag. Ob es eure Lieblingsjeans ist, in die ihr wieder rein passen möchtet, eure beste Freundin die gerne mit euch Sport machen will oder das ein oder andere Profil auf Instagram. Ihr seid nicht alleine und den Weg sind schon so viele Menschen gegangen. Holt euch Anregungen für neue Gerichte, nehmt die Familie oder Freunde dazu und kocht was leckeres und punktfreundliches zusammen, guckt euch immer wieder an was ihr schon geschafft habt.
Ihr könnt stolz auf jedes Kilo sein, was ihr abgenommen hat.

Seid immer ihr selbst und lasst euch von niemandem sagen, wie ihr besser sein könntet. Das haben nicht die anderen Menschen zu beurteilen, dass müsst ihr beurteilen. Und ihr seid nicht besser, wenn ihr ein bestimmtes Gewicht erreicht habt. Es ist euer Leben und es geht darum, dass ihr euch wohl fühlt und euch nicht ständig Gedanken um euren Körper zu machen braucht.

Was ich am allermeisten über mich selbst gelernt habe:
Ich bin auch mit ein paar Kilos mehr hübsch (das ist nicht eingebildet, wenn ihr das über euch selbst sagen könnt, im Gegenteil, dass ist super wichtig), ich bin super selbstbewusst geworden, ich liebe Mode mittlerweile. Mir macht der Gang auf die Waage kein schlechtes Gewissen mehr (na gut, manchmal schon noch) und ich definiere mich nicht mehr nur über eine Zahl. Ich bin gut wie ich bin, wenn ich mir selbst gefalle!

Und ihr seid gut so wie ihr seid.
Ich drück euch.
Alles Liebe
Kim

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