Meine Abnahme mit Weight Watchers

Hallo ihr Lieben,

jetzt war hier doch ganz schön lange nix mehr los. Ich war 3 Wochen im Urlaub und hatte vorher einfach nicht die Zeit noch Posts vorzubereiten. Jetzt bin ich aber wieder da und freue mich direkt wieder einen Post mit euch zu teilen.

Viele haben mich ja auf meinem Weg mit Weight Watchers auf Instagram begleitet. Ich möchte euch heute erzählen wieso ich überhaupt mit Weight Watchers angefangen habe, wie mein Weg lief und wie der aktuelle Stand ist.

Seit der Pubertät war ich nie sonderlich schlank. Ich hab mir aus der Waage nix gemacht, hab erst spät angefangen mich für Mode zu interessieren und war dennoch immer unglücklich wenn ich in den Spiegel geguckt habe. Es kam ein Kilo nach dem anderen dazu und ich wurde irgendwann immer unglücklicher und hab mich gar nicht mehr wohl in meinem Körper gefühlt.
Wir waren irgendwann auf einem Spieleabend mit Freunden und eine Bekannte erzählte mir von Weight Watchers und das sie jetzt damit starten würde. Ich hatte schon so viele Diäten probiert. Hab Almased ausprobiert, tagelang nur Salat gegessen und eigentlich war von vornerein klar das man keine dieser Diäten dauerhaft durchhalten kann. Irgendwie glaubte ich nicht so wirklich daran, dass man mit Weight Watchers wirklich abnehmen kann. Aber was hatte ich denn zu verlieren? Ausser 17€ im Monat gar nichts. Und ganz ehrlich? Man gibt für so viel Kleinkram Geld aus, da war es einfach mal ein Versuch wert.
Die ersten Tage liefen eher schleppend dahin, ich musste mich erst mal mit dem Programm zurecht finden und meine Motivation war noch nicht sonderlich hoch. Es hat erst Klick gemacht als ich folgendes Bild von mir gesehen habe:

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Ich hatte mich vorher nie so schwer gesehen, neben mir saß auch noch ein Mädel in meinem Alter, auch Jeanshemd und Jogginghose. Aber neben ihr hab ich mich so unwohl gefühlt das ich wusste das ich was ändern muss.
Ich setzte mich also hin, guckte mir das Programm noch mal ganz genau an und hab einfach gestartet. Die ersten Tage waren noch ein bisschen holprig, nach einer Woche war ich aber voll drin im Programm und es hat angefangen richtig Spaß zu machen. Die Motivation stieg natürlich als sich nach der ersten Woche schon 1kg verabschiedet hatte. Im Vergleich zu anderen Mädels aus der WW-Community haben sich bei mir die Kilos schließlich etwas langsamer verabschiedet, ich hab für meine 17kg (wovon ich grade 2 wieder drauf habe :D) ca. 1 Jahr gebraucht. Dafür hatte ich das Gefühl das sich die Kilos nachhaltig verabschiedet haben und mittlerweile kann ich das auch bestätigen. Mein Umfeld wusste übrigens sehr lange nicht das ich WW mache, ich bin da nicht mit hausieren gegangen, viel zu groß war die Angst das mir jemand sagt das das der falsche Weg sei und ich es so nicht schaffen werde. Mein Freund hat es natürlich mitbekommen, ansonsten hab ich es aber erst mal für mich behalten.

Was hat sich an meinem Essverhalten geändert? 

Hab ich früher noch viel Weizenprodukte und Brot gegessen, greife ich jetzt besonders morgens zu Quark, Joghurt mit viel Obst und etwas Müsli. Da kann ich ein bisschen mit den Punkten variieren, es hält mich wesentlich länger satt und ist Abends fix vorbereitet.
In der Mittagspause esse ich immer nur eine Kleinigkeit. Mein Freund und ich haben beide recht früh Feierabend und kochen dann gegen Abend immer zusammen. Mal nehme ich einen Salat mit auf die Arbeit, gerne mit Kichererbsen und Mais, mal ist noch was vom Vortag übrig oder ich bereite mir einfach eine Stulle oder Toastbrötchen vor.
Abends kochen wir dann nach was uns der Hunger steht, hier sind einem ja zum Glück keine Grenzen gesetzt und durch die neuen 0-Punkte Lebensmittel muss ich mir auch gar nicht mehr so viele Punkte für Abends aufheben.

Zum Glück isst mein Freund alles mit und hat kein Problem damit neue Dinge auszuprobieren, da man bei WW ja auch keine gesonderten Produkte kaufen muss ist das also gar kein Problem. Ich hab übrigens festgestellt, dass die meisten Menschen in meiner Umgebung dachten das man für Weight Watchers bestimmte Produkte kaufen muss und da total gebunden sei. Ist man aber gar nicht. Wir ersetzen natürlich einige Dinge aber das ist ja jedem selbst überlassen. Bei uns gibt’s Cremefine statt Sahne, wenn es mal Cola sein muss dann Cola Light, Magerquark statt Vollfettquark …

Wie viel Sport hast du während deiner Abnahme gemacht?

Ich bin ganz ehrlich: ich mag Sport nicht so richtig gerne. Ich hab die ersten Kilos ganz ohne Sport verloren. Da ich nicht extrem übergewichtig war, wusste ich das ich auch kein Problem mit überschüssiger Haut haben würde. Klar wäre die Abnahme mit Sport vermutlich schneller voran gegangen, dafür hätte ich meinen Hintern aber wirklich mal hochbekommen müssen.
Als die ersten Kilos bereits gepurzelt waren hab ich mich tatsächlich aufraffen können und bin regelmäßig hin und wieder joggen gegangen. Ganz nach meinem Tempo und immer alleine, das hab ich auch Monate durchgehalten, aber es hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Im Fitnessstudio war ich 4 Monate angemeldet, zum Glück hab ich extra eins mit monatlicher Kündigungsfrist gewählt. Ihr seht also, es geht auch ohne Sport.

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Was hast du gegen Süßhunger gemacht?

Erst mal: bei WW muss man sich wirklich nichts verbieten, aber man sollte alles in Maßen essen. Wenn ich doch mal Heißhunger habe und meine Punkte grade knapp sind greif ich oft zu meinen kleinen Geheimwaffen:
– grüner Tee, allgemein hilft Tee mir bei Gelüsten wirklich immer. Es gibt ja mittlerweile auch leckere Tees mit Stevia die süß schmecken.
– Nicecream: Ich hab euch ja schon ein paar Rezepte (hier) vorgestellt, rettet mich immer wieder und man kann sich aussuchen auf was man Lust hat.
– Zuckerfreie Bonbons, klar sollte man davon auch nicht die ganze Packung essen, meistens hilft ja schon eins.
– Corny Free war schon immer mein Retter in der Not und hab ich immer auf der Arbeit in meiner Schublade liegen.
Was sind eure Tipps?

Planung – Das A und O

Was ich ganz schnell erkannt habe: Ohne Planung geht nichts. Das ist so vermutlich auch nicht so richtig, ich würde aber ohne eine Planung in viele Punktefallen tappen. Ich setz mich Freitagabends hin und schreib mir einen Wochenplan für die kommende Woche, Samstag fahren wir immer den Wocheneinkauf erledigen. Sachen wie Eier, Quark, Obst, Karotten stehen grundsätzlich immer auf dem Einkaufszettel. Ich plane nicht jede Mahlzeit, aber jede warme Mahlzeit die wir Abends kochen. Mein Frühstück und oft auch Lunch besteht aus Basics, die wir eh immer Zuhause haben und dann bin ich da einfach noch ein bisschen flexibler.
Für den kleinen Hunger hab ich immer was kleines parat, mal einen kleinen Schokoriegel, mal einen Joghurt oder eine Cola Light, die übrigens auch super gegen Heißhunger hilft.

Planung war für mich auch immer wichtig um mein Wochenextra für das Wochenende aufzuheben. Anfangs hab ich alles ganz strikt durchgezogen, hab mich sehr zurück gehalten auswärts essen zu gehen und hab auf Feiern öfter mal „Nein“ zu fettigem Essen gesagt. Mit der Zeit hab ich aber gemerkt, das die Abnahme auch funktioniert wenn ich mir am Wochenende mal was gönne. Ich hab also unter der Woche nur von meinen Tagespunkten gelebt und mein Wochenextra öfter mal am Wochenende auf den Kopf gehauen.

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Was hat sich geändert?

Viel. Sicher, mein Körper hat sich sehr verändert und die 15 Kilos sieht man mir auch wirklich an, aber das sind nicht die einzigen Dinge die sich geändert haben.
– Ich kann endlich einkaufen wo ich will. Früher musste ich mich mit dem zufrieden geben was im Laden hing, ich hab mich nie als sonderlich dick empfunden, aber mit einer 42-44 einkaufen gehen war die reinste Qual. Mittlerweile trage ich eine 38 und ich glaube ihr wisst wie sehr ich Mode mag. Ich kann mich nach Lust und Laune kleiden und es macht richtig Spaß.
– mein Essverhalten hat sich komplett geändert. Ich esse nach wie vor Kohlenhydrate, Süßigkeiten und sogar Fast Food, aber ich hab so langsam die Balance gefunden. Gibt es heute Abend Pizza esse ich Mittags einen Salat, Hähnchen oder etwas leichtes und versuche dafür mich morgen wieder ausgewogener zu ernähren.
– Ich weiss wann ich satt bin. Klingt blöd und auch zu einfach, ist aber wirklich wichtig. Achtet wirklich mal auf euer Hungergefühl. Ich hab mich oft dabei beobachtet, dass ich schon lange satt war aber meinen Teller noch leer essen wollte. Dann wurde der Rest noch reingeschoben und hinterher fühlt man sich gar nicht gut. Mittlerweile weiss ich wann ich satt bin und wiege meine Mahlzeiten auch ab. Dann haben wir gar nicht mehr viel übrig und wenn doch wird es einfach am nächsten Tag mit auf die Arbeit genommen.

Das Wichtigste: Macht es für euch! Wenn ihr es für andere macht verliert ihr irgendwann die Lust an der Geschichte und verfallt in alte Muster. Ihr müsst was ändern wollen und an euch glauben. Denn warum solltet ihr das nicht auch schaffen? Holt euch Motivation auf Instagram, macht WW mit einer Freundin zusammen und setzt euch kleine, erreichbare Ziele.

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Ich bin mir sicher das wir unser Ziel erreichen. Gemeinsam ist es ja auch viel einfacher.
Falls ihr noch Fragen habt schreibt mir gerne. Ich freu mich auf euer Feedback und mich würde es wirklich interessieren wie es bei euch so abgelaufen ist, was ihr für Tipps habt oder was eure nächsten Ziele sind 🙂

Alles Liebe!

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12 Kommentare

  1. Super Beitrag und du kannst wirklich stolz auf dich sein, was du geschafft hast.

    Ich kann die Erfahrungen zu WeightWatchers nur bestätigen.
    ich bin zwar noch nicht so lange dabei (seit 01.01.2018), aber ich habe eine Diät noch nie „so lange“ durchgehalten. meistens war nach ein paar Tagen direkt wieder Schluss.
    WW kommt mir auch gar nicht wie eine Diät vor. Ich habe noch nie so viel gegessen und trotzdem gut abgenommen. Wenn man eben nur das richtige isst…darauf kommt es an!!

    1. Liebe Katrin,

      wie läuft es denn momentan bei dir?
      Ich finde es schön, dass man sich gegenseitig motivieren und anspornen kann 🙂 Ich seh WW auch gar nicht als Diät, man stellt sein komplettes Essverhalten ja um.

      Alles Liebe,
      Kim

  2. Ich kann dir in vielen Punkten einfach nur zustimmen. Vor allem das mit der Planung ist echt wichtig. Ich plane zwar nicht die komplette Woche durch aber den nächsten Tag und evtl. auch den übernächsten.

    Durch ww habe ich auch eine andere Einstellung zum Essen gekriegt und hoffe dass ich die auch weiter halten kann.

    1. Liebe Katja,
      ja es ist super wichtig zu planen. So fällt man nicht in irgendwelche Punktefallen oder holt sich schnell mal was beim Bäcker.

      Du schaffst das, wir können uns ja gegenseitig motivieren 🙂
      Liebe Grüße
      Kim

  3. Du kannst echt stolz auf dich sein… Ich weiß selbst, dass die Abnahme nicht das härteste ist, sondern das Gewicht zu halten. Denn ich habe in meinem Leben oft ab- und zugenommen. Wie schön, dass du deinen Weg gefunden hast und du ihn mit uns teilst. 🙂

    1. Ach du Liebe, ich danke Dir für deinen Kommentar! Ich freu mich das du gestern einen schönen Tag hattest 🙂

      Du hast Recht, sein Gewicht zu halten ist fast schon schwieriger als abzunehmen. Und ich freu mich das es funktioniert hat 🙂

      Hab einen schönen Tag!

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